In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit der Frage, wie man einen guten Namen für ein Projekt oder ein Unternehmen findet. Es ist nicht allzu leicht, denn Namen bzw. Bezeichnungen gibt es wie Sand am Meer und sie sind schnell gefunden – doch nur wenige sind wirklich gut.

Eines der wichtigsten Kriterien ist, dass der Name leicht zu merken und ebenso leicht auszusprechen sein muss. Man muss nicht unbedingt einen deutschen Namen verwenden, das hängt ganz von der Zielgruppe ab. Wenn es ein englischer Begriff ist, sollte er einfach sein, sodass ihn auch jemand ohne Englischkenntnisse aussprechen kann, nachdem er ihn einmal gehört hat.

Wie oft haben Kunden meine vorherige Geschäftsbezeichnung falsch ausgesprochen, weil sie nicht oder schlecht Englisch können. Das ist nicht nur nervig für mich (um ehrlich zu sein), sondern auch in verschiedensten Situationen hinderlich, wenn nicht sogar geschäftsschädigend.

Auf der einen Seite ist ein Großteil unserer Zielgruppe zumindest ansatzweise technikaffin und ist der englischen Sprache mächtig genug, um eine englische Geschäftsbezeichnung auszusprechen. Andererseits ruft auch mal jemand an, der sich gerade einen neuen oder gar den ersten Computer oder Mac gekauft hat und eine kurze Einweisung haben möchte.

Wenn diese Person uns dann an einen Bekannten weiterempfehlen möchte, aber den Namen nicht aussprechen kann, ist das eher schlecht. Vielleicht ist geschäftsschädigend ein wenig übertrieben, aber man kann nie wissen, wer der potentielle Kunde ist.

Außerdem sollte man darauf achten, dass der Name zeitlos ist. Eine Jahreszahl im Namen signalisiert zwar nach einigen Jahrzehnten, dass man schon lange im Geschäft ist, aber gerade am Anfang ist es eher ein Nachteil.

Fazit: Der Name muss leicht ins Ohr gehen und zeitlos sein. Je nach Zielgruppe sollte man eine deutsche Bezeichnung vorziehen.

Wir glauben, phasedrei erfüllt diese beiden Kriterien ohne Einschränkungen.

Doch natürlich war phasedrei nicht unsere erste Idee. Und genau das ist der zweite Schritt: Nicht aufgeben! Es gilt, so lange am Ball zu bleiben, bis man sich mit dem Namen identifizieren kann. Ein Brainstorming mit einem oder mehreren Verwandten oder Bekannten oder – wie in unserem Fall – dem Geschäftspartner wirkt wahre Wunder. Vier Augen sehen einfach mehr als zwei.

Der Name hat im besten Fall etwas mit der Branche zu tun, das ist aber kein Muss. Wir fingen also damit an, nach deutschen Begriffen zu suchen, die etwas über unseren Geschäftsbereich aussagen: IT-Consulting. Doch es war nichts dabei, das uns gefiel.

Kurz zu unserer Branche: Es ist schwer, einen tollen Namen zu finden, der nicht so klingt, als sei er schon viel zu oft benutzt worden. Es gibt unzählige Medienagenturen, viele IT-Systempartner und ähnlich klingende Unternehmen.

Alternativ kann man ein Kunstwort verwenden. Dafür haben wir uns letztendlich auch entschieden. Man sollte versuchen, einen Begriff zu finden, der eine Bedeutung hat. Das ist kein Muss, aber es ist immer besser, wenn man seinen Kunden erklären kann, wieso man genau DIESEN Namen gewählt hat. Nicht nötig ist das, wenn man “Medienagentur XYZ” heißt, dann liegt es auf der Hand. Aber bei einem Kunstwort ist es nur förderlich, wenn ein Konzept hinter dem Namen vorhanden ist.

Egal, ob man sich nun für eine branchennahe Bezeichnung oder ein Kunstwort entscheidet, es kann Vor- und Nachteile haben. Ein Vorteil bei einem Kunstwort ist, dass der Name an sich meist ein Alleinstellungsmerkmal ist, denn er wird nicht oft verwendet. Als Nachteil wäre in diesem Fall zu nennen, dass man nicht anhand des bloßen Namens erkennen kann, was der Gegenstand des Unternehmens oder Inhalt des Projekts ist.

Fazit: Der Name sollte nicht allzu oft vorkommen, man MUSS sich mit ihm identifizieren können und es sollte ein Konzept dahinter stehen (er sollte eine Bedeutung haben).

Vielen Dank fürs Lesen und viele liebe Grüße. Ben von phasedrei. Hach, klingt gut das zu sagen.